
| Oper/Operette |
Tänzer Yannick Badier packt also die Gelegenheit und saust mit der jubilierenden Andrea Lang («Tornami a vagheggiar») auf dem Requisitenwägelchen über die Bühne. Die Da-Capo-Verzierungen, die ihrer Morgana auch sonst leicht aus der Kehle perlen, kommen da erst recht in Schuss. Unwiderstehlich, witzig und virtuos – erste Bravos von den Rängen. Morgana, die sympathische Schwester Alcinas, findet in der quirligen Andrea Lang eine exzellente Interpretin. Ihre glockenrein vorgetragenen Koloraturen (Tornami a vagheggiar) begeistern dabei ebenso wie ihr erfrischendes Spiel. Haydns Arien sind mit vielen Koloraturen, höchsten Höhen und virtuosen Läufen sehr anspruchsvoll. Besonders gut umzugehen mit diesen Ansprüchen gelang der St. Gallerin Andrea Lang. Mit einem klaren, warmen Sopran sang sie sich als Flaminia mühelos in höchste weiche Höhen. Sehr schön Andrea Lang als eher dem Seria-Fach zugehörige Flaminia, die sich nicht nur in ausgedehnten Kantilenen ergehen darf, sondern auch mit prachtvollen Koloraturen und Verzierungen aufhorchen lässt. Besonders gespannt
war das Publikum natürlich auf die Sopranistin Andrea Lang, die
hier in St. Gallen aufgewachsen ist und früh am Theater in Erscheinung
trat. Unterdessen hat sie ihre Stimme stets weitergebildet und bestach
nun mit einem lyrischen Sopran von sehr schönem weichem Timbre
und mühelos geholten extrem hohen Tönen - besonderer Applaus
war ihr sicher. Ihre Sporen hat sich die junge St.Galler Konzert-
und Opernsängerin
im Ausland verdient. Spätestens mit ihrer Solorolle in Orffs «Carmina
Burana» konnte sie sich mit engelsgleicher Stimme, bezaubernder
Ausstrahlung und beeindruckender Bühnenpräsenz auch in die
Herzen ihrer Landsleute singen. Die St. Gallerin Andrea Lang singt ein berückend schönes
«Dulcissime». Worauf
es sich sonst noch so zu freuen gibt in der Linzer Inszenierung...
Auf die junge Andrea Lang als Adina. Alle zehn Finger können sich
Landestheater und Publikum "abschlecken", dass uns da noch
kein Festspiel-Trendscout aus Salzburg diese variable Sopranistin wegengagiert
hat! Glockenrein und elastisch die Stimme. In den Höhen und im
Piano. Großes darstellerisches Talent. Glaubhaft sowohl in der
Koketterie als auch im stillen Schmerz des Erkennens, nicht nur mit
fremden, sondern auch mit eigenen Gefühlen gespielt zu haben. Die Entdeckung des Abends ist eine weitere Sopranistin, nämlich
die junge Andrea Lang:
Sie zeichnet ihre Rolle der Despina unbekümmert und doch präzise,
mit überwältigender stimmlicher Bandbreite und dabei mit
einer g'standenen, herzerfrischenden Komik. Andrea Lang als hinreissende Gretel beeindruckt durch starke
Bühnenpräsenz, die sich stimmlich wie auch in Ausstrahlung
und Gestaltung manifestiert. Eine lyrische Stimme mit grossen Ausdrucksmöglichkeiten
und einem wunderschönen Timbre, die sowohl die heiteren, unbeschwerten
Szenen gestalten konnte, als auch grosse schwelgerische Kantilenen und
betörend schön gesungene Koloraturen. Feinste Nuancen kamen
zur Geltung, und die Stimme scheint keine Grenzen zu kennen. |
| Konzert |
Die warme, strahlende Stimme von Andrea Lang erfüllte den besonderen Raum. Innig, gefühlvoll, ausdrucksstark gab sie den Texten Leben, interpretierte sie ernst, verschmitzt oder empört – unterstützt von wenigen, aber sehr eindrücklichen Gesten. Herrlich erklangen ihre Koloraturen. Höfische Frauenliebe, Hingabe an den Erwählten: die Sopranistin Andrea Lang verlieh dieser einseitigen Rolle alle Eleganz einer lyrischen Stimme von hoher, auch dramatischer Ausdruckskraft bis in den Himmel von „Dulcissime!“. Andrea Langs glanzheller Sopran gab jubelnde Koloraturenfülle und empfindungsreich lyrisch-ariose Szenen („Et incarnatus est“). Die hoch qualifizierte Sopranistin Andrea Lang wusste das Werk zu gestalten, dass es unter die Haut ging. Glanzlichter setzte sie mit ihrem warm strömenden, innigen Melos. Andrea Lang machte mit hellem, geschmeidigem
Koloratursopran und subtil ausgedachten Kadenzen Mozarts "Exsultate" zur
Delikatesse des Abends. Begeisterung! Abwechslung ins
Programm und Ernst in die Aufführung bringt
die Schweizer Sopranistin Andrea Lang, ohne sich dabei dem Humor
zu verschliessen. „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ lässt
sie mit ihrer deutlichen Aussprache, stimmlichen Wärme und der
Betonung des Wortinhalts zu einem glaubwürdigen Liebesgeständnis
werden. In „Meine Lippen, sie küssen so heiss“ gibt
sie sich verführerisch und närrisch zugleich, um in „Spiel
ich die Unschuld vom Lande“ die reizende ländliche Naivität
zu verkörpern. Klar,
schlank und strahlend der Sopran von Andrea Lang (Gabriel, Eva). Andrea Lang erfüllte
die Sopran-Arien mit einem leichten, süssen
und lieblichen Sopran voller Innigkeit. Eine Stimme, die sich mühelos in allen Registern zurechtfindet
und alle Resonanzräume auskostet. Das ergibt ein hinreissendes Timbre
der Sopranstimme von Andrea Lang und eine intensive Gestaltungskraft,
ebenso wie die klare Diktion, die sie nicht nur zur Liedinterpretin werden
liess, sondern auch zur Gedicht-Interpretin. |
| Reportagen |
| Sopran mit
innerer Stimme St. Galler Tagblatt,
26.02.1999 (pdf) In allen Registern zu Hause St. Galler Tagblatt, 02.03.1999 (pdf) Die Engelsstimme im Hexenwald St. Galler Tagblatt, 18.12.2001 (pdf) Heimspiel vor internationaler Jury St. Galler Tagblatt, 17.07.2003 (pdf) Sängerin mit Engelsstimme Anzeiger, 13.04.2005 (pdf) Selbstvergessen zum Erfolg St. Galler Tagblatt, 29. Juni 2006 (pdf) Liebeserklärung ans Lied St. Galler Tagblatt, 24. Juni 2009 (pdf) |

